Keine Siegerehrung mehr für Walker

Der Sparkassen-Silvesterlauf wird nicht nur laufend absolviert. Neben den Wanderern, die sich als erste um 11 Uhr von Werl aus auf die Strecke machen, sind auch Walker und Nordic Walker in kleinen Starterfeldern über fünf und 15 Kilometer unterwegs. Hier wird es 2017 eine gravierende Änderung geben. „Wir werden sowohl Walkern und Nordic Walkern nach wie vor alle Leistungen wie in den Vorjahren anbieten, dabei natürlich jedem seine offizielle Zeit messen und die begehrte und verdiente Finisher-Medaille überreichen, erklärt Organisator Ingo Schaffranka. Was aber ab 2017 wegfällt und bereits in den Ausschreibungen bewusst fehlt, ist die Ehrung der Sieger und Siegerinnen in diesen Wettbewerben.

In den vergangenen Jahren gab es immer wieder Unstimmigkeiten und Ärger über geehrte Gewinner, die angeblich auf der Strecke gelaufen seien, oder aber nicht richtig gewalkt haben. Der Vorstand des FVG Silvesterlauf hatte aus den Erfahrungen daher einstimmig beschlossen, keine Ehrungen mehr vorzunehmen. „Wir können und wollen keine Schiedsrichter an die Strecken stellen und auch der alljährliche Appell an Fairness vor dem unmittelbaren Start an die Walker und Walkerinnen war erfolglos“, erklärt Ingo Schaffranka weiter.

Wir freuen uns über die große Anzahl von Walkern und Nordic-Walkern, die mit Begeisterung am Silvesterlauf teilnehmen und sich über den erreichten Erfolg und die Medaille freuen. Ehrungen und Pokale gibt es nicht mehr.

Begünstigte stellten sich im Rotkreuzzentrum vor

Organisatoren und zahlreiche Helfer des 36. Sparkassen-Silvesterlaufs trafen sich am Montagabend im Rotkreuzzentrum in Soest zur Koordinierungsversammlung für das sportliche Großereignis zum Jahresende. Der Treffpunkt am Ferdinand Gabriel-Weg im Gewerbegebiet Süd-Ost war bewusst gewählt worden, denn die junge Wasserwachtgruppe des Ortsvereins Möhnesee des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) zählt dieses Mal zu den Begünstigten des Erlöses des Silvesterlaufs für Stiftung Gutes Erlaufen.

Rettungsmittel für die Einsätze im Körbecker Becken sollen finanziert werden. „Wir sind seit 2014 aktiv und haben einen Gemeinschaftsraum unterhalb der Seetreppe“, stellte die Ortsvereinsvorsitzende Reinhild Pergher das Projekt Wasserwacht vor. „Für die Wasserwacht sind 12.000 Euro bewilligt worden“, erklärte Stiftungskassierer Ludwig Schröter. Über einen vierstelligen Betrag dürfen sich der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) Soest-Warstein-Werl und der Förderverein Tischtennis Geseke freuen.

Die Damen der SkF nutzen die Spende für ihre Schulbedarfsbörse. Der Geseker Wolfgang Schmidt stellte die einmalige Geschichte der Heimat des Geseker Tischtennis vor. Der Förderverein hatte dafür gesorgt, dass die Zelluloidartisten in einer ehemaligen Sargfabrik eine eigene sportliche Heimat fanden. Neben der neuen Halle soll ein Geräteschuppen errichtet werden, dafür ist das Geld vom Silvesterlauferlös geplant. Nach dem neuen Verteilschlüssel wird auch das Engagement vieler weiterer Vereine unterstützt.

Nach der Vorstellung der Hauptbegünstigten ging es in die Detailplanung. Die Vertreter des THW baten beispielsweise darum, dass alle Läufer ihre Kleidersäcke pünktlich in Werl abgeben, damit die Fahrer rechtzeitig in Soest vor Ort sind.