Ein 20 Kilometer-Silvesterlauf für die Ewigkeit

Den Sparkassen-Silvesterlauf mitzumachen, das ist respektabel. Aber gleich zweimal an einem Tag zu starten, das zeugt schon von Wagemut. Auf diese Idee kam Thomas Kolk. „Ich peile an, den 5 Kilometer-Lauf von Ampen nach Soest in einer guten 18er-Zeit zu laufen. Im Anschluss möchte ich die 15 Kilometer-Etappe in 1 Stunde 10 Minuten laufen“, erklärt der 53-Jährige sein Vorhaben.

Die insgesamt 20 Km dürften für den erfahrenen Soester kein Problem darstellen, der zuletzt den Berlin-Marathon in guten 3 Stunden 19 Minuten absolvierte. „An Trainingstagen laufe ich die Strecke Soest-Werl hin und zurück in 2 Stunden 26 Minuten, muss dazu aber anmerken, dass ich in diesem Jahr nicht viel Zeit hatte, mich vorzubereiten“, so Kolk weiter. Beide Läufe will er für „Marathon Soest“ durchführen. Eine ganz andere Herausforderung liegt in dem logistischen Bereich, der, wie der Hobbysportler schildert, überhaupt erst den Anreiz zu diesem kleinen Abenteuer ausmachte. „Ich habe mich gefragt, wie man so eine Sache wohl bewerkstelligen könnte“.

Will etwas Einmaliges schaffen: Thomas Kolk

Der Ablauf soll laut Kolk so aussehen, dass sobald er nach dem 5 Kilometer-Lauf in Soest ankommt und über die Bande springt, ein Taxi in der Wilde-Manns-Gasse auf ihn wartet, welches den Soester am schnellsten über die Dörfer bis zum Start um 13:30 nach Werl bringt. Dort möchte er anschließend möglichst als letzter Starter antreten und sich bei Gelegenheit an der Seite entlang weiter nach vorne herankämpfen, um sich so noch zwischen dem ersten und zweiten Drittel des Läuferfeldes zu etablieren. „Es ist eben etwas nicht Reproduzierbares“, fügt er noch hinzu.

Dabei räumt der 14-malige Silvesterlaufteilnehmer ein, dass er etwas ähnliches schon bei Läufen gemacht hat, in denen schlichtweg Runden gelaufen wurden und der Start auch zugleich das Ziel ausmachten. Bei einer Strecke von A nach B sei ihm dies bislang allerdings noch nicht eingefallen. Für ihn stelle der Silvesterlauf etwas ganz Besonderes dar. Eine Mischung von Tradition, guter Stimmung, Spaß und die Freunde, die aus den Orten von Westönnen bis Soest am Rande zujubeln würden, gäben ihm jedes Jahr aufs Neue die Motivation dazu, die kalte Börde über die ehemalige B1 zu durchqueren.