Grußworte vom Präsidenten

Lieber Sportlerinnen, liebe Sportler,

Laufen und dabei noch etwas Gutes tun – das geht nur beim Silvesterlauf in Werl/Soest.

Seit nunmehr 30 Jahren setzen Aktive zum Jahreswechsel ein Zeichen. Was 1982 mit einer Spendensumme von etwas über 8.000 Mark begann, ist mit den Jahren zu einem Betrag von über einer Million Euro angewachsen.

Was diesen Lauf so besonders macht, ist nicht nur der die große Zahl an Läuferinnen und Läufer, die sich durch die Soester Innenstadt schlängeln, um zum Jahresausklang noch einen der schönsten Stadtläufe zu absolvieren. Und auch nicht die Musikgruppen entlang der 15-Kilometer-Strecke oder die zahllosen Fans, die die Aktiven anfeuern und für eine tolle Stimmung sorgen. Es ist der Einsatz für den guten Zweck. Die Organisatoren „kaufen“ keine Stars ein – die kommen von selber, um die Atmosphäre zu genießen und etwas Gutes zu tun. Und das in einer Zeit, in der immer wenige Menschen bereit sind, sich ehrenamtlich zu engagieren und die Frage nach dem Mehrwert für sich selbst zu oft im Mittelpunkt steht.

Ich gratuliere dem Team rund um Organisator Ingo Schaffranka, dass sie ihren Prinzipien treu bleiben. Dass es geht, zeigt die namhafte Teilnehmer- und Siegerliste der vergangenen 30 Jahre. Gleichzeitig möchte ich mich im Namen des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen für Ihren Einsatz bedanken. Der organisatorische Aufwand ist hoch, um den über 7.000 Teilnehmer/-innen eine optimale Versorgung bieten zu können.

Ich wünsche Ihnen für den Jubiläumslauf gutes Gelingen, trockenes Wetter, zahlreiche Zuschauer und reichlich Einnahmen zugunsten der Caritas Werl, der DLRG Soest und des Walpurgishauses und Ihnen allen alles Gute für das kommende Jahr!

Mit sportlichem Gruß

Hermann Korfmacher

Präsident

Sondermedaille zum Jubiläum

Anlässlich des 30. Sparkassen-Silvesterlaufes von Werl nach Soest haben wir uns dazu entschieden, eine limitierte Sondermedaille zu prägen. Die von Designer Steven Patzke entwickelte Medaille ist 6 cm breit und wird in einem Samt-Etui zum Preis von 12 Euro in unserem Shop angeboten. Insgesamt wurden lediglich 200 Stück geprägt, sodass die Besonderheit der Medaille allein durch die Stückzahl gewährt ist. Der Erlös fließt sofort in die Stiftung „Gutes Erlaufen“ ein. Jeder Erwerber erhält somit automatisch auch eine entsprechende Spendenquittung.

Silvesterlauf vor rundem Geburtstag

Während in den Supermärkten die ersten Weihnachtsregale aufgestellt werden, sind die Soester Leichtathleten gedanklich schon einen Schritt weiter: Mit dem Silvesterlauf steht zum Jahresausklang wieder eine Großveranstaltung an, das einer langfristigen Vorbereitung bedarf. Dies gilt insbesondere in diesem Jahr, weil es mit der 30. Auflage einen runden Geburtstag zu feiern gibt. Das Organisationsteam um Ingo Schaffranka hat sich deshalb am Montag zu einer Vorbesprechung getroffen.

„Inzwischen haben die meisten Beteiligten schon viele Erfahrungen mit der Organisation des Laufs, aber trotzdem müssen auch in diesem Jahr wieder einige neue Gruppen in die Abläufe eingebunden werden“, erklärte Chef-Organisator Ingo Schaffranka, dass trotz aller Routine ein frühes Kennen lernen Sinn macht. Mit den Silvesterlauf-Gründungsmitgliedern DJK Werl, Marathon Soest und LC Soester Börde sind drei Vereine maßgeblich an der Ausrichtung beteiligt., zudem sitzen wie immer die langjährigen Helfer vom Deutschen Roten Kreuz, Technischen Hilfswerk und von der Funkhilfe mit am Tisch.

Bei der Vorbesprechung waren außerdem Vertreter der begünstigten Organisationen dabei. Der Erlös des Silvesterlaufs geht in diesem Jahr an die Caritas Werl, die DLRG Soest sowie das Soester Walpurgishaus.

Zum 30-järigem Jubiläum soll es nach dem Willen der Organisatoren keine ganz großen Aktionen geben, sondern vielmehr einige kleinere Besonderheiten. „Das beginnt schon bei der Medaille, die einen Hinweis auf das Jubiläum enthalten wird“, berichtete Ingo Schaffranka. Eine besondere Würdigung sollen auch die treuesten Silvesterläuferinnen und –läufer erhalten, die seit 1982 bei jedem Startschuss auf die Strecke gegangen sind. Außerdem kann zum 30. Geburtstag eine Prägemedaille gekauft werden, deren Erlös der Silvesterlauf-Stiftung „Gutes erlaufen“ zugute kommen wird. „Außerdem planen wir noch eine kleine Wanderausstellung als Rückblick auf die letzten 30 Jahre“, möchte Schaffranka mit seinem Team die Geschichte des Silvesterlaufs in Wort und Bild dokumentieren. Der Rückblick soll dabei zunächst in Werl und später in Soest zu sehen sein. ▪ jsk

(Das routinierte Organisations-Team nahm bereits jetzt die Vorbereitungen für den 30. Silvesterlaufs auf. ((Foto: privat))

Der Silvesterlauf trauert

Fünfmaliger Sieger Jean Weijts plötzlich in Belgien verstorben.

Die Nachricht über den plötzlichen Tod des fünfmaligen Silvesterlaufsiegers von Werl nach Soest, Jean Weijts kam heute plötzlich und unerwartet. Noch in der vergangenen Woche hatten wir Kontakt und planten anlässlich des 30.Jubiläum ein Lauf der Sieger.

Jean Weijts domminierte von 1983 bis 1987 den Traditionslauf und siegte viermal in Folge. Dabei gelang ihm 1986 einen Fabelzeit. Noch heute besteht sein Streckenrekord, als er die 15 Kilometer von Werl nach Soest in 43:33 Minuten. Seit 1992 lebte Jean Weijts, der viele Jahre für Marathon Soest und MC Menden startete, in Belgien. Hier verstarb er bei einem Trainingslauf im Wald. Mit Jean Weijts verliert die heimische und internationale Läuferszene eine Persönlichkeit.

30 Jahre Silvesterlauf

Der Sparkassen-Silvesterlauf Werl-Soest feiert sein 30-jähriges Bestehen. Ein Jubiläum, auf das vor allem die Organisatoren der ersten Stunde stolz sein dürfen. Wollten sie 1982 eigentlich nur einmalig einen schönen Lauf zu Gunsten der Polenhilfe durchführen, entwickelte es sich zum größten Silvesterlauf in Deutschland.

Scheckübergabe Silvesterlauf 2010

Die 29. Auflage des Silvesterlaufs von Werl nach Soest liegt mittlerweile zwar bereits rund drei Monate zurück, wurde aber erst gestern Abend offiziell beendet: In den Räumlichkeiten der Sparkasse Soest in der Puppenstraße überreichte Cheforganisator Ingo Schaffranka gemeinsam mit den Sponsoren des Laufs zwei Schecks über jeweils 14.000 Euro an zwei soziale Einrichtungen.

„Das ist eine ganze Menge Geld für uns, und wir bedanken uns bei allen Beteiligten ganz herzlich dafür“, freute sich Cäcilia Kaufmann, Vorsitzende des Sozialdiensts Katholischer Frauen Werl, für die Spende, mit der die Einrichtung die Anschaffung eines neuen Dienstwagens finanziert habe. Britta Klingenburg und Nalan Schmitz-Taptik nahmen stellvertretend für den Waldorfkindergarten Soest den zweiten Scheck in Empfang und bedankten sich „besonders im Namen der Kinder, die sich über diverse Neuanschaffungen freuen werden“.

Den widrigen Witterungsbedingungen am Silvestertag 2010 zum Trotz war bei der 29. Auflage des traditionellen Laufsportevents ein Reinerlös von rund 30 000 Euro erwirtschaftet worden. Schaffranka und die Sponsoren bedankten sich noch einmal „ausdrücklich“ bei den kommunalen Betrieben, allen Helfern und teilnehmenden Sportlern, die dazu beigetragen hätten, aus dem Lauf „erneut ein regionales Topereignis“ zu machen.

Der Sieger steht fest

Daniel Schmidt (LG Remscheid) gelang bei der 29. Ausgabe des Silvesterlaufes von Werl nach Soest ein Start-Ziel-Sieg. Vom Startschuss an führte er das Läuferfeld an, kam nach 46:44 Minuten als Erster ins Ziel. Bei den Frauen siegte zum vierten Mal in Folge Heike Bienstein von der LG Olympia Dortmund.

Die rund 5100 Starter hatten in dem 24-jährigen Schmidt ihren Meister gefunden. Gleich nach dem Start riss er das Führungszepter an sich, zunächst verfolgt von einer zehnköpfigen Gruppe um den späteren Zweitplatzierten Christian Gemke von der LAZ Troisdorf/Siegburg. Doch noch vor der Dreikilometermarke verloren die Verfolger den Anschluss, einzig und allein Gemke wahrte sich die Chance auf den Gesamtsieg. Aber auch er musste schließlich klein beigeben. Denn je näher das Ziel rückte, desto mehr verlor er den Anschluss. Bereits an der Stadtgrenze Soest war die Vorentscheidung gefallen, mit über einer halben Minute Vorsprung kam Daniel Schmidt ins Ziel, der seiner zweiten Teilnahme am Silvesterlauf von Werl nach Soest seinen ersten Sieg feierte. Fynn Schwiegelshohn (Dortmund/47:37) kam als Dritter ins Ziel.

Bei den Frauen folgten Heike Bienstein Dr. Franziska Stebner (Paderborn/58:46) und Luciene Cramer (Warstein/59:23 min) auf das Siegerpodest.

Cheforganisator Ingo Schaffranka war mit dem 29. Silvesterlauf von Werl nach Soest äußerst zufrieden, auch wenn aufgrund der widrigen Wetterlage weniger Läufer als sonst den Weg zur Stadthalle nach Werl fanden. „Ein großer Dank gilt allen Beteiligten, die dafür gesorgt haben, dass die Strecke frei von Eis und Schnee ist“, bedankte er sich bei den zahlreichen ehrenmalichen Helfern sowie den Komunalbetrieben aus Werl und Soest für deren unermüdlichen Einsatz.

Alle Teilnehmer können sich wie gewohnt auf der Homepage des Silvesterlaufes ihre Urkunden erstellen lassen. Das Formular dafür wird am Montag, 2. Januar, freigeschaltet.

Findet statt

Die Schlagzeilen der Medien überschlagen sich: „Der Sparkassen-Silvesterlauf ist in Gefahr“ oder „Der Lauf findet zu 99,9% statt“, titeln die Printmedien.

Dabei ist die Sache so einfach: Wenn die Gesundheit oder das Leben der Läufer gefährdet sind, wird der Silvesterlauf von Werl nach Soest nicht gestartet. Und nur dann! Dass Journalisten bemüht sind, aus einem Gespräch und einem geschriebenen Text, eine „knallige“ Headline zu schaffen, wissen wir alle. Dass sich Veranstalter in der jüngsten Zeit – bedingt durch die Tragödie in Duisburg – in Ihrer Wortwahl wie einige wenige Politiker geben müssen, ist unschön; aber Realität.

Unsere Überschrift lautet: Der größte Silvesterlauf in Deutschland, der Sparkassen-Silvesterlauf von Werl nach Soest, findet auch im Jahr 2010 statt.

Die Kommunalbetriebe in Werl und Soest arbeiten rund um die Uhr, um die Straßen und Plätze in der Marienstadt und Bördestatt eisfrei zu bekommen. Helfer der Vereine DJK Werl, LC Soester Börde und Marathon Soest sowie den Begünstigten des SKF Werl und des Waldorf Kindergartens Soest unterstützen die Kommunen mit Schüppen, Besen und Salzstreuern.

Es wird also alles getan, dass WIR gemeinsam die 29. Auflage des Sparkassen-Silvesterlaufes erleben und genießen dürfen. Selbst Minusgraden von mehr als 15 Grad unter Null (1996) und riesige Eisflächen hielten die Läufer damals nicht ab zu starten und die Organisation schaffte auch damals eine gelungene Veranstaltung. Also sollten WIR alle eine positive Einstellung haben und uns auf den Lauf freuen.

Ich möchte es aber nicht versäumen mich schon jetzt bei den Einsatzkräften der Kommunen sowie deren Verantwortlichen zu bedanken. Ohne deren Hilfe, müsste unsere Überschrift anders lauten. Die Helfer haben ihr Möglichstes getan und werden es auch noch tun. Aber ich hoffe, dass niemand die Erwartungshaltung hat, dass zwischen Werl und Soest das Eis durch die Sonne der Wüste geschmolzen ist und wir über eine perfekte Strecke verfügen. Wir können laufen und unseren Sport ausüben, das ist die Botschaft. Ich bin sicher, dass jeder Teilnehmer sich über die allgemeine Verkehrslage, den zum Teil verschneiten Parkplätzen und auch Fußwegen im Klaren ist.

Also trotz aller Euphorie. Bitte seid vorsichtig und kommt gesund nach Soest.

Ingo Schaffranka

Bequem von Werl nach Soest

Auch in diesem Jahr gibt es vom Zielort in Soest aus wieder einen Shuttleservice zur Stadthalle nach Werl- und damit zum Startpunkt. So lösen sich etwaige organisatorische Probleme nach dem Zieleinlauf ganz von selbst: Wer beispielsweise von außerhalb anreist, kann mit seinem Auto direkt bis nach Soest fahren. Und muss sich nach dem Zieleinlauf nicht darum kümmern, wieder zurück nach Werl zu kommen. Eingesetzt werden zwei Schuttlebusse. Sie fahren um 11 Uhr am Großen Teich im Stadtzentrum los.

Sicherheitskonzept, ein Muss

Es ist, in Werl wie in Soest, eine der beeindruckendsten Veranstaltungen im Jahr – aber auch die mit der insgesamt vielleicht größten Menschenansammlung. Wenn sich am Mittag des 31. Dezember wieder Tausende Menschen auf den Weg machen, der Silvesterlauf damit zu einem beeindruckenden Spektakel wird, dann muss erstmals zwingend ein ausgetüfteltes Sicherheitskonzept vorliegen, ohne dass die Veranstalter keine Genehmigung für dieses Event bekämen. Da ist die Duisburger Loveparade-Katastrophe im Hinterkopf, da spielt auch die Warnung vor Terror eine Rolle

Organisator Ingo Schaffranka bestätigt: Ja, vor zwei Wochen habe es ein erstes Gespräch in der Sache gegeben. Mit am Tisch: Vertreter des Kreises Soest sowie der Städte Werl und Soest. Bei diesem Termin sei er aufgefordert worden, ein detailliertes Sicherheitskonzept zu erarbeiten und rechtzeitig vorzulegen. „Bei allen Veranstaltungen, auf denen mehr als 5000 Menschen erwartet werden, wird so etwas gefordert“, weiß er.

Bei einem zweiten Treffen saßen auch Vertreter der Feuerwehren beider Städte mit am Tisch. Denn die legen Wert auf umfassenden Brandschutz und – im Zusammenspiel mit Rettungssanitätern – auf ausreichend breite Rettungswege.

Anhand von aktuellem Kartenmaterial formuliert Schaffranka seine Konzeption. Ohne jede Nervosität übrigens, denn der erfahrene Organisator kümmert sich seit Jahrzehnten bei diesem Silvesterlauf auch und gerade um die Sicherheitsaspekte. „Wir beweisen Jahr für Jahr, dass uns die Sicherheit wichtig ist – und wir haben das im Griff“, sagt Ingo Schaffranka.

Quelle: Werler Anzeiger

Sicherheitskonzept Silvesterlauf 2010